Holunder

Holunder

© G. Schönemann/PIXELIO

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(pvh) Der Holunder (Sambucus nigra) ist in Gärten, an Zäunen, Gräben und an feldrändern zu finden. Ein Strauch oder Baum mit grauer, warziger Rinde.

In der Blützeit (Juni-Juli) sieht man die großen Blütendolden diesen Baum bedecken. Gesammelt und zur Anwendung kommen diese Blüten ebenso.

Die reifen Holunderbeeren, die dann ab August/September die Blüten auf den Dolden ablösen, erkennt man an der tief roten bis fast schwarzen Farbe.

Als Heilpflanze werden unterschiedliche Teile des Holunders genutzt:

Blüte: Ein Aufguß der Blüte gilt als schweiztreibend und wird daher als Mittel bei Erkältungskrankheiten eingesetzt. Eine Tasse kochendes Wasser auf 2 Eßlöffel Holunderblüten. Dieses 10 Minuten ziehen lassen. Diesen Aufguß trinken und dann ab ins Bett und kräftig schwitzen.

Die Blüten in Verbindung mit Blatt- und Wurzelabkochung (s. nächster Punkt) ergeben ein Mittel bei Gicht und Rheuma.

Blätter und Wurzel: Kalt aufgesetzte (1 Eßl. auf eine Tasse Wasser) Blätter abkochen wirken harntreibend. Diesen Blätteraufguß mit 1/2 Teelöffel fein geschnittene Wurzel des Holunders ergibt einen kräftigen Tee. Dieser wird bei ungenügender Nierentätigkeit unterstützend eingesetzt.

 

 

© R.Reuschen/PIXELIO

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Beeren: Der Saft der Beeren hat sich einen Namen bei Neuralgien gemacht. Dieser Saft kann kaltr gewonnen werden (pressen) oder per Dampfensaftung.

Dieser kann dann als reiner Saft oder Beimischung verwendet werden. Mit Honig etwas gesüßt ein herrlicher, wohlschmeckender Erkältungstee.

Ein altes Hausrezept vom Holunderwein: 10 Pfd. Holunderbeeren und 10 L Wasser eine Stunde lang verkochen. Durch ein Tuch den Saft abseien. Pro Liter Saft nun 375 gr Zucker dazugeben und nochmals eine halbe Sunde kochen. das ganze abkühlen lassen und dann in einen Gärkolben füllen. Einen Würfel frische Hefe dazugeben und mit dem Gärröhrchen verschießen. Nach ca. 6 Wochen in Flaschen umfüllen, diese gut verschießen (verkorken). Diese kühl und dunkel lagern.

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